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GENERIKA
ACC akut 200 Brausetabl.
PZN: 6302311
20 St
HEXAL AG

UVP: 4,95 EUR
Preis inkl. 19 % MwSt., exkl.

ACC akut 200 Brausetabl.
Soweit nicht anders verordnet, wird folgende Dosierung empfohlen:
1. Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren:
2-3mal täglich 1 Brausetablette (entsprechend 400-600 mg Acetylcystein pro Tag).

2. Kinder von 6-14 Jahren:
2mal täglich 1 Brausetablette (entsprechend 400 mg Acetylcystein pro Tag).

3. Kinder von 2-5 Jahren:
2-3mal täglich 1 2 Brausetablette (entsprechend 200-300 mg Acetylcystein pro Tag).

Art und Dauer der Anwendung:
- Die Brausetabletten werden nach den Mahlzeiten, in einem Glas Wasser aufgelöst, eingenommen.
- Die schleimlösende Wirkung von Acetylcystein wird durch Flüssigkeitszufuhr verbessert.
- Ohne ärztlichen Rat sollte das Arzneimittel nicht länger als 4-5 Tage eingenommen werden.

Hinweis:
Möglicherweise tritt ein schwefelartiger Geruch auf. Die Wirksamkeit von NAC wird hierdurch aber nicht beeinflusst.
Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Substanzspezifische Pharmakologie
Der Wirkungsmechanismus von Acetylcystein bei der Behandlung von Bronchitiden sowie anderen chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen ist nicht letztlich geklärt. Bei Patienten mit chronischer Bronchitis oder Mukoviszidose ist ein protektiver Effekt bezüglich der Häufigkeit und Schwere bakterieller Exazerbationen durch die prophylaktische Gabe von Acetylcystein beschrieben.
Möglicherweise reduziert die SH-Gruppe der Substanz Disulfidbrücken in den Mukopolysacchariden und Glykoproteinen des Bronchialschleims, wodurch dieser verflüssigt wird. Daneben soll Acetylcystein im eitrigen Schleim einen depolymerisierenden Effekt auf die DNA-Fasern ausüben.
Außerdem wurde eine Beeinflussung von Entzündungsmediatoren (Interleukin 12, Interleukin 10) in Alveolarmakrophagen beschrieben.
Die wichtigste Eigenschaft scheint jedoch die antioxidative Wirkung der Substanz selbst wie auch des Metaboliten Cystein, der die Konzentration des körpereigenen Antioxidans Glutathion erhöht, darzustellen. Durch ein vermehrtes Angebot dieser Substanzen kommt es zu einer Verringerung des durch Entzündungsvorgänge ausgelösten oxidativen Stress im bronchopulmonalen System.
Die Wirksamkeit von Acetylcystein als Antidot bei Vergiftungen mit Paracetamol beruht ebenfalls auf der freien Sulfhydryl-Gruppe. Sie bindet den reaktiven hepatotoxischen Metaboliten von Paracetamol, N-Acetyl-p-benzochinonimin, mittels Radikalfänger-Funktion.
Ferner trägt Acetylcystein über seinen Metaboliten Cystein zu einer erhöhten Synthese von Glutathion bei. Glutathion bindet physiologischerweise reaktive Metaboliten.
Zudem soll Acetylcystein die Verfügbarkeit des aktiven Sulfats erhöhen und damit zu einer Steigerung der Sulfatkonjugation der entstandenen Metaboliten beitragen.
Der Hauptmetabolit von Acetylcystein, Cystein, hemmt Cytochrom P 450, das zur Metabolisierung des Paracetamols zu N-Acetyl-p-benzochinonimin beiträgt.
Acrylnitril und Methacrylnitril werden über die SH-Gruppe von Acetylcystein gebunden und somit detoxifiziert.
Bei Vergiftungen mit Methylbromid, einem Alkylierungsmittel, wirkt die SH-Gruppe des Acetylcysteins als Methylgruppenakzeptor (Radikalfänger).
In einer Studie wurde bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz durch prophylaktische Gabe von Acetylcystein ein protektiver Effekt bzgl. einer weiteren Schädigung der Niere durch Iod-haltige Kontrastmittel beobachtet. Auch dieser Effekt soll auf einem Abfangen reaktiver Sauerstoff-Verbindungen beruhen.
Lokal (kutan) wurde Acetylcystein in einer Studie mit einer einzigen Patientin erfolgreich gegen Ichthyosis eingesetzt, weitere Untersuchungen stehen aus.
Die okuläre Anwendung von Acetylcystein wird v.a. auf eine Hemmung der Kollagenase zurückgeführt.(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)
Vor Feuchtigkeit schützen. Nicht über 25°C lagern.
Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Beeinflussung des Reaktionsvermögens
keine Angabe

Abhängigkeitsrisiko
keine Angabe

Sonstige Hinweise für den Patienten
- Bei Neuauftreten von Haut- oder Schleimhautveränderungen sollte unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt werden.
- Die orale Anwendung von Acetylcystein zur Sekretolyse wird durch Flüssigkeitszufuhr unterstützt.

Hinweise Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
- Die Gabe von Acetylcystein bei einer Paracetamol-Vergiftung ist dann indiziert, wenn die Serumspiegel von Paracetamol 4h nach der Einnahme 200 mg l bzw. 15h nach der Einnahme 30 mg l überschreiten (Dosis 7-15g). Die Antidotbehandlung ist innerhalb von 10h nach der Einnahme am effektivsten.
- Parenterale Lösungen von Acetylcystein sind kompatibel mit 0,9% Natriumchlorid- sowie 5% Glucose-Lösung.
- Bei gleichzeitiger Antibiotika-Therapie: Acetylcytein ist kompatibel mit Cefixim und Loracarbef sowie Chloramphenicol.
- Außerdem wurden Kompatibilitäten mit folgenden Substanzen gezeigt (bei möglichst raschem Verbrauch der Mischung): Isoprenalin, Dexamethason, Natriumcromoglicat, Adrenalin, Lidocain, Prednisolon, Natriumhydrogencarbonat.(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)
Zur Verflüssigung des Schleims und Erleichterung des Abhustens bei erkältungsbedingter Bronchitis.
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Acetylcystein oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Arzneimittel darf wegen des hohen Wirkstoffgehaltes nicht angewendet werden bei Kindern unter 2 Jahren.

Bei kombinierter Anwendung von Acetylcystein mit Antitussiva kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen, so dass die Indikation zu dieser Kombinationsbehandlung besonders streng gestellt werden sollte.

Vorsicht in der Anwendung bei Patienten mit Asthma bronchiale und bei Patienten mit Ulkusanamnese.

Bei Patienten mit Histaminintoleranz ist Vorsicht geboten. Eine längerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da NAC den Histaminstoffwechsel beeinflusst und zu Intoleranzerscheinungen (z.B. Kopfschmerzen, Fließschnupfen, Juckreiz) führen kann.

Schwangerschaft
- Für Acetylcystein liegen keine ausreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen.
- Die Anwendung in der Schwangerschaft sollte nur nach strenger Nutzen Risiko-Abwägung erfolgen.

Stillzeit
Es liegen keine Informationen zur Ausscheidung in die Muttermilch vor. Die Anwendung in der Stillzeit sollte nur nach strenger Nutzen Risiko-Abwägung erfolgen.
Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Unerwünschte Wirkungen,ohne Angabe der Häufigkeit
orale parenterale Behandlung zur Sekretolyse:
- Minderung der Blutplättchenaggregation

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen ( 1 10)
parenterale Behandlung als Antidot:
- Abfall des Prothrombinwertes (Kausalzusammenhang nicht vollständig geklärt, u.U. Intoxikationssymptom)

Häufige unerwünschte Wirkungen ( 1 100)
parenterale Anwendung als Antidot:
- anaphylaktische Reaktionen mit Urtikaria, Angioödem, Bronchospasmus, Tachykardie, Hypotonie

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen ( 1 1000)
orale parenterale Behandlung zur Sekretolyse:
- Stomatitis
- Kopfschmerzen
- Tinnitus
- Sodbrennen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- allergische Reaktionen: Juckreiz, Urtikaria, Exanthem, Rash, Bronchospastik, Angioödem, Tachykardie, Blutdrucksenkung
parenterale Anwendung als Antidot:
- Hautausschlag
- Übelkeit
- Erbrechen

Seltene unerwünschte Wirkungen ( 1 10000)
orale parenterale Behandlung zur Sekretolyse:
- Blutungen, z.T. im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen, Minderung der Thrombozytenaggregation (ungeklärte klinische Relevanz)
- v.a. bei vorbestehendem hyperreaktivem Bronchialsystem, Asthma bronchiale: Dyspnoe, Bronchospasmen

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen ( 1 10000)
orale Behandlung zur Sekretolyse:
- schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom (Kausalzusammenhang nicht vollständig geklärt)
- anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Schock(Ende der Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers)
Die folgenden Hinweise sollen Ihnen bei der Anwendung des Arzneimittels helfen und auf die wichtigsten Punkte eingehen, die Sie beachten müssen. Sie sollen und können aber die Gebrauchsinformation, die jedem Arzneimittel beiliegt, nicht ersetzen. Daher sollten Sie diese, bevor Sie das Arzneimittel zum ersten Mal anwenden, sorgfältig lesen.
Falls Sie noch Fragen haben oder Beratung wünschen, sprechen Sie uns bitte an!

Wirkungsweise:
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff zertrennt die großen Bestandteile im Schleim der Atemwege in kleinere Stücke. Der zähe Schleim wird dadurch flüssiger und kann leichter abgehustet werden.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über vorliegende Krankheiten oder über die Einnahme bzw. Anwendung anderer Arzneimittel.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unter Unverträglichkeiten oder Allergien leiden.

Wichtige Hinweise:
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Nebenwirkungen:
Arzneimittel können neben den erwünschten auch unerwünschte Wirkungen auslösen. Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veraenderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dosierung:
Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker über die für Sie passende Dosierung beraten.

Anwendungshinweise:

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dieser Text ist der ABDA-Datenbank entnommen.

Haftungsausschluss

Die aufgeführten Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Arzneimittelhersteller. Die Inhalte sind auf wichtige Informationen reduziert, sollen sachlich informieren und keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments darstellen, können aber lückenhaft oder unvollständig sein. Die Informationen zu dem oben aufgeführten Produkt ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt und/oder Apotheker oder das Lesen des originalen Beipackzettels des Arzneimittels. Die HAD Homecare Apotheke Deutschland haftet nicht für Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt. Zu Risiken und Nebenwirkungen des Arzneimittels lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.