HEPARIN AL Gel 50.000

100 g Gel

ALIUD Pharma GmbH
PZN: 04668315

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Bezugsmenge
100 g Gel enthalten 50.000 I.E. Heparin-Natrium aus Schweine-Mucosa.

Dosierung
2 bis 3mal täglich auf das Erkrankungsgebiet auftragen.

Art und Dauer der Anwendung
- Das Gel auf das Erkrankungsgebiet auftragen und eintrocknen lassen.
- Die Dauer der Anwendung ist auf 10 Tage zu begrenzen.

Allgemeine Hinweise zur Anwendung
- Die Anwendung sollte möglichst sofort nach der Verletzung erfolgen.
- Das Gel soll nicht auf offene Wunden oder nässende Ekzeme aufgetragen werden.
- Das Gel soll aufgrund des Alkoholgehaltes nicht auf Schleimhäute, offene oder entzündete Hautstellen (z.B. Sonnenbrand) aufgetragen werden oder mit den Augen in Berührung kommen, da ein brennendes Gefühl entstehen kann.
Hinweise an den Patienten:
- Dieses Arzneimittel enthält Alkohol (2-Propanol), deshalb sollte es nicht mit den Augen in Berührung kommen oder auf entzündete Haut (z.B. Sonnenbrand), Schleimhäute, offene Wunden oder nässende Ekzeme aufgetragen werden.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen sind bisher nicht bekannt geworden.

Therapieüberwachung/Kontrollmaßnahmen:
- Bei topisch angewendetem Heparin ist eine Penetration von Heparin durch die gesunde Haut beschrieben, es muss daher bei Verdacht auf thromboembolische Komplikationen differenzialdiagnostisch an das Vorliegen einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie Typ II gedacht und die Thrombozytenzahl kontrolliert werden.
- Die folgende Empfehlung stammt aus der Fachinformation von parenteralen Heparin-haltigen Arzneimitteln: Regelmäßige Kontrollen der Thrombozytenwerte sind daher bei jeder Anwendung von Heparin erforderlich. Hinweise zu labordiagnostischen Untersuchungen: Kontrollen der Thrombozytenzahl unter der Therapie sollen erfolgen: vor Beginn der Heparin-Gabe, am 1. Tag nach Beginn der Heparin-Gabe, anschließend während der Behandlungsdauer regelmäßig alle 3-4 Tage bis zum Ende der Heparintherapie.

Kombinationen mit anderen Arzneimitteln:
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bei topischer Anwendung nicht bekannt, können jedoch insbesondere bei längerer Anwendung nicht ausgeschlossen werden, da eine Penetration von Heparin durch die gesunde Haut beschrieben ist. Insbesondere bei Arzneimitteln, die in die Blutgerinnung eingreifen, kann ein erhöhtes Blutungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Hämatome können gehäuft auftreten oder verstärkt werden. Dies ist bei folgenden Arzneimitteln zu berücksichtigen:
- Thrombozytenaggregationshemmer (Acetylsalicylsäure, Ticlopidin, Clopidogrel, Dipyridamol in hohen Dosen),
- Fibrinolytika, andere Antikoagulanzien (Cumarin-Derivate),
- nicht-steroidale Antiphlogistika (Phenylbutazon, Indometacin, Sulfinpyrazon),
- Glycoprotein-IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten,
- Penicillin in hohen Dosen,
- Dextrane.

Sonstige Hinweise:
- Während der Behandlung mit Heparin sind Spritzen in den Muskel wegen der Gefahr von Blutergüssen (Hämatomen) zu vermeiden.
Zur unterstützenden Behandlung bei akuten Schwellungszuständen nach stumpfen Traumen (z.B. bei Prellung, Bluterguss).
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
- bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Heparin oder gegenüber einem der sonstigen Bestandteile
- aktueller oder aus der Anamnese bekannter, allergisch bedingter Thrombozytopenie (Typ II) durch Heparin.

Schwangerschaft/Stillzeit
- Bisherige Erfahrungen bei der Anwendung bei Schwangeren und Stillenden haben keine Anhaltspunkte für schädigende Wirkungen ergeben.
- Heparin passiert nicht die Plazentaschranke und geht nicht in die Muttermilch über.
Seltene unerwünschte Wirkungen (>= 0,01% und < 0,1%)
- Selten sind bei der äußerlichen Anwendung auf der Haut allergische Reaktionen auf Heparin.

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen (< 0,01%)
- In sehr seltenen Fällen können Hauttrockenheit und allergische Reaktionen, wie Rötung der Haut und Juckreiz, auftreten, die nach Absetzen des Präparates in der Regel rasch verschwinden.

Unerwünschte Wirkungen ohne Angabe der Häufigkeit
- Die Häufigkeit des Auftretens von Heparin-induzierten, antikörpervermittelten Thrombozytopenien Typ II (Thrombozytenzahl < 100 000/µl oder einem schnellen Abfall der Thrombozytenzahl auf < 50 % des Ausgangswertes, mit arteriellen und venösen Thrombosen oder Embolien), ist bei topischer Heparinanwendung bisher nicht untersucht. Da aber die Penetration durch die gesunde Haut beschrieben wurde, kann dieses Risiko nicht ausgeschlossen werden. Erhöhte Aufmerksamkeit ist daher angezeigt. Bei Patienten ohne vorbestehende Überempfindlichkeit gegen Heparin beginnt der Abfall der Zahl der Blutplättchen in der Regel 6-14 Tage nach Behandlungsbeginn. Bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Heparin tritt dieser Abfall unter Umständen innerhalb von Stunden auf.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Haftungsausschluss
Die aufgeführten Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Arzneimittelhersteller. Die Inhalte sind auf wichtige Informationen reduziert, sollen sachlich informieren und keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments darstellen, können aber lückenhaft oder unvollständig sein. Die Informationen zu dem oben aufgeführten Produkt ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt und/oder Apotheker oder das Lesen des originalen Beipackzettels des Arzneimittels. Die HAD Apotheke Deutschland haftet nicht für Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt. Zu Risiken und Nebenwirkungen des Arzneimittels lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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