NICOTINELL Lutschtabletten 2 mg Mint

36 St Lutschtabletten

GlaxoSmithKline Consumer Healthcare
PZN: 07006448

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Allgemeine Hinweise zur Dosierung
- Die Patienten sollten dazu angehalten werden das Rauchen ohne medikamentöse Unterstützung zu beenden (z.B. mit Hilfe einer Beratung).
- Bei Personen mit aktiver Oesophagitis, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Gastritis oder Ulcus pepticum kann geschlucktes Nicotin die Symptome verschlimmern.
- Sollten während der Behandlung mit der hoch dosierten Darreichungsform unerwünschte Wirkungen festgestellt werden, sollte die Behandlung durch niedrig dosierte Darreichungsform ersetzt werden.

Dosierung
1. Erwachsene:
- Die Anfangsdosis sollte sich an der Nicotinabhängigkeit des einzelnen Patienten orientieren.
- Beim Drang zum Rauchen soll eine Lutschtablette gelutscht werden.
- Zu Beginn sollte alle 1-2 Stunden 1 Lutschtablette (2 mg Nicotin) angewendet werden. Die übliche Dosierung beträgt 8-12 Lutschtabletten pro Tag.
- Die maximale Tagesdosis beträgt 15 Lutschtabletten.

2. Kinder und Jugendliche:
- Das Arzneimittel darf von Personen unter 18 Jahren nicht ohne ärztliche Empfehlung angewendet werden. Für die Behandlung von Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine Erfahrungen vor.

3. Ältere Patienten:
- Die Anfangsdosis sollte sich an der Nicotinabhängigkeit des einzelnen Patienten orientieren.
- Beim Drang zum Rauchen soll eine Lutschtablette gelutscht werden.
- Zu Beginn sollte alle 1-2 Stunden 1 Lutschtablette (2 mg Nicotin) angewendet werden. Die übliche Dosierung beträgt 8-12 Lutschtabletten pro Tag.
- Die maximale Tagesdosis beträgt 15 Lutschtabletten.

Art und Dauer der Anwendung
- Eine Lutschtablette soll so lange gelutscht werden, bis ein kräftiger Geschmack entsteht.
- Danach soll die Lutschtablette zwischen Zahnfleisch und Wange gehalten werden.
- Wenn der Geschmack nachlässt, soll mit dem Lutschen wieder begonnen werden.
- Dieser Lutschvorgang wird individuell angepasst und soll bis zur vollständigen Auflösung der Lutschtablette wiederholt werden (ungefähr 30 Minuten).

Raucherentwöhnung:
- Die Anwender müssen das Rauchen während der Behandlung mit den Lutschtabletten vollständig einstellen.
- Die Anwendungsdauer ist individuell. Normalerweise sollte sich die Behandlung über mindestens 3 Monate erstrecken. Nach 3 Monaten sollte die Anzahl der Lutschtabletten allmählich verringert werden. Alternativ dazu kann zunächst auf die niedriger dosierte Darreichungsform (1 mg) gewechselt und dann die Anzahl der Lutschtabletten pro Tag verringert werden.
- Die Behandlung sollte beendet werden, wenn die Dosis auf 1-2 Lutschtabletten pro Tag reduziert wurde.
- Im Allgemeinen wird die Anwendung von Nicotinersatzprodukten über 6 Monate hinaus nicht empfohlen. Es ist jedoch möglich, dass einige ehemalige Raucher eine längere Behandlung benötigen, um einen Rückfall zu vermeiden.
- Patienten, die eine orale Nicotinersatztherapie über 9 Monate hinaus in Anspruch genommen haben, wird empfohlen zusätzliche Hilfe und Beratung von medizinischem Fachpersonal einzuholen.
- Eine spezielle Beratung kann Rauchern dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Rauchreduktion:
- Durch die Verwendung der Lutschtabletten in den Rauchpausen sollte das Rauchverlangen verringert und so die rauchfreie Phase verlängert werden. Ziel sollte es sein, dadurch das Rauchen so weit wie möglich einzuschränken.
- Die Zigaretten sollten Schritt für Schritt durch die Lutschtabletten ersetzt werden. Wenn nach 6 Wochen die tägliche Zigarettenanzahl nicht mindestens halbiert werden konnte, sollte professionelle Hilfe zu Rate gezogen werden.
- Sobald man sich dazu in der Lage fühlt, sollte ein vollständiger Rauchstopp erfolgen, allerdings nicht später als 4 Monate nach Beginn der Anwendung der Lutschtabletten. Anschließend sollte die Anzahl der Lutschtabletten Schritt für Schritt reduziert werden, z.B. in dem man auf eine Lutschtablette alle 2-5 Tage verzichtet.
- Wenn innerhalb von 6 Monaten kein vollständiger Rauchstopp versucht wurde, sollte professionelle Hilfe zu Rate gezogen werden. Die regelmäßige Anwendung der Lutschtabletten über 6 Monate hinaus wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Es ist jedoch möglich, dass einige ehemalige Raucher eine längere Behandlung benötigen, um einen Rückfall zu vermeiden.
- Eine Beratung des Patienten kann die Wahrscheinlichkeit des Rauchstopps erhöhen.

Allgemeine Hinweise zur Anwendung
- Der gleichzeitige Genuss säurehaltiger Getränken wie Kaffee oder Limonade kann die Resorption des Nicotins durch die Mundschleimhaut vermindern. Daher sollten säurehaltige Getränke für 15 Minuten vor Anwendung der Lutschtablette vermieden werden.
Hinweise an den Patienten:
- Es liegen keinerlei Hinweise für Risiken im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen vor, sofern die Lutschtabletten in der empfohlenen Dosierung angewendet werden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Aufgeben des Rauchens Verhaltensveränderungen verursachen kann.
- Nicotindosen, die von erwachsenen Rauchern während der Behandlung vertragen werden, können bei Kleinkindern schwere Vergiftungssymtpome hervorrufen und letale Folgen haben.
Zur Unterstützung der Raucherentwöhnung bei Nicotinabhängigkeit durch Linderung von Nicotinentzugssymptomen, einschließlich Craving oder zur zeitweiligen Verringerung des Zigarettenkonsums bei Rauchern, die motiviert sind mit dem Rauchen aufzuhören. Ein permanenter Rauchausstieg ist dabei letztendlich das Ziel.

Hinweise zu den Anwendungsgebieten
- Die Stärke zu 2 mg ist bei schweren Entzugserscheinungen geeignet.
- Eine Beratung und Betreuung des Patienten erhöhen in der Regel die Erfolgsraten.
- Das Arzneimittel ist vorgesehen für Raucher mit einer starken oder sehr starken Nicotinabhängigkeit, und solchen, bei denen ein früherer Versuch das Rauchen mit einer Nicotinersatztherapie aufzuhören, misslang.
Absolute Kontraindikationen
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- Nichtrauchern.

Warnhinweise/Vorsichtsmaßnahmen
Abhängige Raucher unmittelbar nach einem Myokardinfarkt, mit instabiler oder sich verschlechternder Angina pectoris (einschließlich Prinzmetal-Angina-Syndrom), mit schweren Herzrhythmusstörungen, mit unkontrollierten Herzrhythmusstörungen oder bei vor kurzem aufgetretenem Schlaganfall sollten dazu angehalten werden das Rauchen ohne medikamentöse Unterstützung zu beenden (z.B. mit Hilfe einer Beratung). Falls dies nicht gelingt, kann die Anwendung der Lutschtabletten erwogen werden. Da die Daten zur Sicherheit bei dieser Patientengruppe limitiert sind, darf die Anwendung nur unter strenger ärztlicher Überwachung erfolgen.

Die Lutschtabletten sind mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Hypertonie, stabiler Angina pectoris, zerebrovaskulären Erkrankungen, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, Hyperthyreose oder Phäochromozytom sowie schweren Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen.

Die Lutschtabletten dürfen von Personen unter 18 Jahren nicht ohne ärztliche Empfehlung angewendet werden. Für die Behandlung von Jugendlichen unter 18 Jahren liegen für das Arzneimittel keine Erfahrungen vor.

Schwangerschaft
Bei schwangeren Frauen sollte immer eine vollständige Beendigung des Rauchens ohne die Anwendung einer Nicotinersatztherapie empfohlen werden.
Falls dies bei sehr stark abhängigen schwangeren Raucherinnen nicht gelingt, kann eine Raucherentwöhnung mittels Nicotinersatztherapie dennoch empfehlenswert sein. Tatsächlich ist das fetale Risiko wahrscheinlich niedriger als es beim Zigaretten-bzw. Tabakrauchen zu erwarten ist, infolge von:
- niedrigerer maximaler Nicotinplasmakonzentration gegenüber Nicotininhalation
- fehlender zusätzlicher Exposition mit polyzyklischen Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid
- höheren Chancen, bis zum 3. Trimenon eine Raucherentwöhnung zu erzielen.
Rauchen während des 3. Trimenons kann zu intrauterinen Wachstumsretardierungen oder, abhängig von der täglichen Tabakmenge, zu einer Frühgeburt oder sogar Totgeburt führen.
Eine Tabakentwöhnung mit oder ohne Nicotinersatztherapie sollte nicht alleine, sondern mit Hilfe eines medizinisch betreuten Entwöhnungsprogramms durchgeführt werden.
Im 3. Trimenon kann Nicotin hämodynamische Wirkungen hervorrufen (wie z.B. Änderungen der fetalen Herzfrequenz), die den Fetus kurz vor der Geburt beeinträchtigen können. Deshalb sollte die Lutschtablette ab dem 6. Schwangerschaftsmonat nur unter ärztlicher Überwachung von solchen Raucherinnen angewendet werden, denen ein Rauchstopp bis zum 3. Trimenon nicht gelang.

Stillzeit
- Nicotin geht in die Muttermilch über in einer Menge, die das Kind auch in therapeutischen Dosen beeinträchtigen kann.Deshalb sollte die Anwendung der Lutschtablette, ebenso wie das Rauchen, während der Stillzeit vermieden werden. Falls ein Rauchverzicht nicht erreicht wurde, sollte eine Anwendung der Lutschtabletten von stillenden Raucherinnen nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Im Falle einer Nicotinersatztherapie während der Stillzeit dürfen die Lutschtabletten nur nach dem Stillen angewendet werden, keinesfalls jedoch innerhalb von 2 Stunden vor dem Stillen.
Allgemeine Angaben zu unerwünschten Wirkungen
Die Lutschtabletten können ähnliche Nebenwirkungen hervorrufen wie anderweitig verabreichtes Nicotin. Diese sind auf die dosisabhängigen pharmakologischen Wirkungen des Nicotins zurückzuführen.
Die meisten der von den Patienten berichteten Nebenwirkungen treten im Allgemeinen während der ersten 3-4 Wochen nach Behandlungsbeginn auf.

Häufige unerwünschte Wirkungen (>= 1% und < 10%)
- Schwindel, Kopfschmerzen
- Übelkeit, Blähungen, Schluckauf, Epigastritis, Mundtrockenheit und Reizung von Mundhöhle und Speiseröhre

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (>= 0,1% und < 1%)
- Zu Beginn der Behandlung kann das Nicotin aus der Lutschtablette gelegentlich eine leichte Rachenreizung sowie vermehrten Speichelfluss hervorrufen. Übermäßiges Schlucken von nicotinhaltigem Speichel kann anfangs Schluckauf verursachen.
- Palpitation

Seltene unerwünschte Wirkungen (>= 0,01% und < 0,1%)
- Herzarrhythmien.
- Überempfindlichkeit, angioneurotisches Ödem und anaphylaktische Reaktionen.

Unerwünschte Wirkungen ohne Angabe der Häufigkeit
- Personen mit einer Neigung zu Verdauungsstörungen können zu Behandlungsbeginn an leichter Dyspepsie oder Sodbrennen leiden. Langsameres Lutschen wird in der Regel dieses Problem beseitigen.
- Bei Personen, die das Inhalieren von Tabakrauch nicht gewöhnt sind, kann übermäßiger Konsum der Lutschtabletten möglicherweise zu Übelkeit, Schwächegefühl und Kopfschmerzen führen.
- Bestimmte Symptome, die berichtet werden, wie Schwindel, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, können den Entzugserscheinungen im Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung zugeschrieben werden und auf die unzureichende Nicotinzufuhr zurückgeführt werden.
- Im Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung kann auch ein Herpes labialis auftreten, jedoch ist ein Zusammenhang mit der Nicotinbehandlung unklar. Nach der Raucherentwöhnung kann der Patient noch immer eine Nicotinabhängigkeit verspüren.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Die aufgeführten Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt beruhen auf den vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannten Fachinformationen der Arzneimittelhersteller. Die Inhalte sind auf wichtige Informationen reduziert, sollen sachlich informieren und keine Empfehlung oder Bewerbung des Medikaments darstellen, können aber lückenhaft oder unvollständig sein. Die Informationen zu dem oben aufgeführten Produkt ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt und/oder Apotheker oder das Lesen des originalen Beipackzettels des Arzneimittels. Die HAD Apotheke Deutschland haftet nicht für Vollständigkeit und Richtigkeit der Hinweise zu dem oben aufgeführten Produkt. Zu Risiken und Nebenwirkungen des Arzneimittels lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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